Die Yanomamis

Vor einigen Jahren machte der deutsche Abenteurer Rüdiger Nehberg auf die schwierige Situation der Yanomami-Indianer im Amazonasgebiet aufmerksam. Er überquerte den Atlantik mit einem Tretboot. Etwa 32000 Menschen gehören dem größten Indianstamm des Amazonasgebietes an. Erst in den 1970er Jahren drangen Weiße in die angestammten Stammesgebiete der Yanomami vor.

Steinzeit trifft auf Computer

Diese Aussage trifft auf die Situation der Indianer in erschreckendem Maße zu. Erschreckt, verängstigt, aber genauso fasziniert traten die Indianer in Kontakt mit den Weißen.
Nun sollte der moderne Mensch eigentlich aus den Fehlern seiner Vergangenheit gelernt haben. Beispielsweise aus dem ersten Kontakt der nordamerikanischen Indianer mit den Weißen und der nahezu vollständigen Ausrottung ihrer Kultur.

Es genügt nicht durch die Abholzung des Regenwaldes die Lebensgrundlage der vielen Tiere und Pflanzen zu zerstören. Die Gier der Weißen vernichtet gleichzeitig den Lebensraum der Indianer und zerstört unwiederbringlich Pflanzen, welche vielleicht die Plagen der Moderne, unheilbare Krankheiten, heilen könnten. So beraubt sich der moderne Mensch etwaiger Hilfe nur, um beispielsweise teure Tropenholzmöbel in seine überheizten Wohnungen in den Großstädten zu stellen. Menschenleben, Kultur und Traditionen, jahrtausendealte Bräuche, Lieder und Geschichten fallen den Maschinen der Holzindustrie genauso zum Opfer, wie die Bäume und Pflanzen selbst. Über die Extremsituation der Yanomami haben sich inzwischen einige Autoren Gedanken gemacht und versuchen deren Situation der westlichen Welt mit Hilfe ihrer Bücher darzustellen und näherzubringen.

Ein gutes Beispiel für diese Versuche ist das Buch “Geboren in der Steinzeit – Gestorben in der Gegenwart” von Heinz Kindlimann. ISBN 3-280-06081-8 Orell Füssli Zürich.

Von seinem Tretbootabenteuer und der Rettung der Indianer erzählt Rüdiger Nehberg in seinem Buch “Die Yanomami-Indianer” ISBN 3-492-23922-6, im Piper Verlag erschienen.